Eine Frage an die Massen. Die stellte ich, vor etwa einer Stunde. Via formspring.me/dworni schrieb ich anonym an alle Accounts denen ich folge eine Frage. Und zwar in etwa diese bekannte «Welches Buch würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?» - nur leicht moderner: Der Weltuntergang naht, das Internet versinkt, halleluja. Hier die Frage:
Gut, das ist jetzt so eine Massenfrage an alle Dings hier, äh Friends, wie das hier so schön heisst: das Internet versinkt unter Wasser, du hast gerade noch Platz für eine Website auf deinem USB-Stick. Welche rettest du für die Nachwelt auf die Arche?
Naja, ich gebe es zu, die Frage ist für Manche weniger spannend als irgendwelche anonymen Unzüglichkeiten. Die Antworte war erwartungsgemäss so ziemlich bei allen wikipedia.com (hätte ich wohl auch geschrieben). Einige hielten ihren eigenen Blog als die wichtigste Seite des Internets. Kann man machen.
Warum ich das jetzt aber hier zu einem Blogbeitrag verwurstle: so simpel das Tool formspring auch ist, ich war erstaunt ob der raschen Antwortszeit auf meine Frage. Innert einer Stunde erhielt ich 22 Antworten. Klar, an einem Freitagabend um 23 Uhr hätte das nicht hingehauen. Aber heute ist ja Montag. Uns stellt euch vor, ich würde da 3000 Menschen folgen.
Die beste Antwort kam übrigens von @hosae: schwimmen.com (also mehr sinnesgemäss, da drauf ist nix), die Zweitbeste von @bugsierer: www.daxo.de. Oder die Drittbeste von @chicundschlau: «flickr. damit die menschen noch wissen wie die welt vorher aussah».
So. Und es tut mir echt leid, habe ich euch die Frage anonym gestellt. Aber jetzt wisst ihrs ja. Danke fürs Mitmachen. Danke Internet. Danke Mamma.
Digitale Voliere. Ja genau, ich twittere seit ungefähr zwei Jahren. Bis heute schrieb ich über 18’000 Tweets und Antworten. Ich erspare mir und euch jetzt das Ausrechnen, denn es geht hier um etwas Anderes.
Und zwar darum, dass meine Tweets bei der Twitter-Suche aktuell nur etwa 5 Tage zurück auffindbar sind und sonst auch eher nur ein paar Monate (ich weiss nicht genau wie weit zurück, aber es ist mir auch grad zu doof dies rauszusuchen). Auf jeden Fall sind meine früheren Tweets hoppsdimaus. Wohl auch weil Twitter immer wieder mal failende Wale rumfliegen hatte. Egal.
Wer also schon so aktiv wie ich zwitschert, möchte sich vielleicht mal ein Backup von dem Zeug anlegen. Kann man sicher auch irgendwo da in der Wolke für Geld. Hier aber eine kostenlose, coole, einfach Lösung, welche man auf dem eigenen Server installieren kann: Tweet Nest.
Falls man PHP5 hat, eine Datenbank, Cronscripts und ein Plätzchen für sowas hat, kann man sich dieses Backup- und Suchtool locker auf den Server knallen. Nachdem man die Anleitung hübsch befolgt hat, der Setup-Prozess durch ist und man die beiden Cron-Scripts am laufen hat, wurden so in etwa die letzen 2 Monate indexiert (Twitter erlaubt wohl nicht weiter zurückzusuchen). Ich habe das natürlich bereits gemacht, sogar mit eigener Subdomain:
Nerds am Paddeln. Dieses Wochenende war ja Züri Fäscht. Das gibts da alle vier Jahre. Und ein paar (etwa 60) Twitter- und Facebooksüchtige trafen sich im sogenannten RL zum Drachebootrennen. Es war geil, sehr sogar.
Da jetzt die ganze Schweiz darüber bloggt, hier nur mein Dankeschön an die hartnäckigen Initianten, vor allem Dominik Haiz (@dhaitz_ch) und den Sponsoren. Und natürlich dem lieben @rayhaze, der mich und @nachtmeister in seiner tollen Wohnung übernachten liess (ich hätte ihm fast seinen Roy Lichtenstein geklaut). Etwa zweihundert Milliarden Fotos kann man sich nun bei flickr anschauen (z.B. die süssen Groupies von René/@nachtmeister) oder hier der filmische Zusammenschnitt von @rhinnen: