Just do it.
Letztes Jahr schon fand ich es verrückt, als Geek mich offiziell sportlich herauzufordern und am Berner Altstadt-GP (4,7 km) teilzunehmen. Auch dieses Jahr hat @helmchenx wieder die Twitterszene angezwitschert und ermuntert am Berner GP teilzunehmen. Klar, diesmal würde ich sogar die grosse Strecke wagen. Mit einem kleinen Missverständnis meldete ich mich auch an und trainierte seit Anfang Jahr einmal pro Woche für den 16-km-Lauf.
Letzten Samstag war es soweit, nach hunderten von schönen Tagen kamen die Eisheiligen daher und am ersten richtig kalten und regnerischen Tag fand der Berner GP mit fast 30’000 Teilnehmern statt. Gestartet im viel zu schnellen 5. Block wurde ich zu Beginn quasi überrant (mit dem Resultat, dass ich für den km 4 etwa 4 Minuten brauchte). Danach zwang ich mich mein Tempo zu rennen, ansonsten hätte ich die 16 km nicht überlebt (Details und Zeiten gibt’s hier auf dem RLAG-Blog).
Es war ein Kampf aber auch ein Vergnügen. Und ich merkte, dass das nicht mein Limit war. Vielleicht wage ich als nächstes einen Halbmarathon. Oder ich trainiere Einhorn-Hindernisläufe. Wer weiss.
Leben für die Aliens. Wir bewegen uns durch den Alltag und sind online. Unser iPhone ist nichts Exklusives mehr, aber immer noch das beste Smartphone. Es ist unsere kabellose Nabelschnur zu den Internetmitmenschen da draussen. Kleine quadratische Fotos verstecken sie, diese, von denen wir mehr zu erahnen meinen als wir tatsächlich wissen. Texte täuschen uns ein Bild über sie vor. Missverständnisse, Botschaften zwischen den Zeilen die gar nicht da sind, unglücklich formulierte Meinungen oder einfach nur zwangsläufig abgeschickte Platzhalter um Aktivität vorzugaukeln. Wir berieseln uns via Kopfhörer mit Musik die unsere Umwelt übertönt, wir sehen statt aus dem Zugfenster die neusten Blogbeiträge zu unseren Lieblingsthemen an und tauchen am Arbeitsplatz in unsere Software ab.
Andererseits leben wir in einer Zeit, in der sich technische Automatismen noch nicht so weit entwickelt haben, dass Meldungen wie “Ihre Bestellung konnte nicht automatisch verarbeitet werden” von unseren Bildschirmen verschwinden. Computer brauchen nach wie vor fühlbare Zeit um Dinge zu verarbeiten. Wenn man so will, stecken wir diesbezüglich noch immer im Mittelalter der Computergeschichte fest. Die Industrie hält uns mit Automobil-Studien bei Laune und gleichzeitig längst Wasserstoff-Fahrzeuge im Hinterhof bereit. Doch solange da irgendwo noch Erdöl sprudelt dreht sich die Erde genauso weiter wie heute.
Früher war es das “Jahr 2000”, welchem in Schulaufsätzen ganze Phantasiegeschichten gewidmet werden musste. Damals vermutete man weniger, dass sich die Informationsmöglichkeiten so explosionsartig entwickeln würden. Vielmehr füllten neue Autos, mächtigere Flugzeuge und moderne Behausungen die Zukunftsvisionen.
Trends kommen und gehen, leben auf und verschwinden wieder. Alles ist ein Remix. Wenn sich das auch in Zukunft weiter so verhält, steuern wir geradewegs auf ein neues Hippie-Zeitalter zu. Diesmal ist es nicht die Regierung und die Gesetze von denen wir uns abwenden, sondern die Technik. Ein Gegentrend zu Burnouts, Internetsucht und dem trügerischen Gefühl zu Leben obwohl das Leben an einem vorbeizieht. Während man Blogposts wie diesen liest. Eigentlich alles logische Überlegungen. Nichts Neues. Aber es sind vielleicht Worte, die diese Macht in uns tief drinnen anstubst, welche Menschen dazu bringt, Dinge zu revolutionieren und unsere Erde zu beleben, ohne das allfällige Aliens auf Besuch verständnislos den Kopf schütteln würden. Amen.
Jaan Pehechaan Ho. Im Jahre 1965 lebte ich noch nicht auf diesem Planeten (sondern noch hinter dem Mond). Was eigentlich schade ist, denn somit verpasste ich den Bollywood Film Gumnaam - dessen Geschichte basiert auf Agatha Christies Bühnenstück Ten Little Indians bzw. der Geschichte Ten Little Niggers.
Im Jahre 2011 lebte ich offenbar wieder hinter dem Mond, denn Heineken lancierte diesen coolen Werbespot da oben mit dem Titelsong des alten Bollywood-Streifens.
Nachdem ich schon den ersten Spot “The Entrance” hammer fand und der Song The Golden Age (iTunes-Link) von The Asteroids Galaxy Tour aka Mette Lindberg / Lars Iversen zu meiner Top5 gehört, hier der zweite Spot “The Perfect Date” mit dem Song Jaan Pehechaan Ho (iTunes-Link). Und am besten schaut man sich gleich noch das überraschende und legendary Making Of zum Spot an.
Von 0 auf 12 Jahre in 165 Sek. Der Künstler, Filmemacher und Papi Frans Hofmeester hat das mit dem Festhalten eines Alterungsprozesses nicht erfunden, aber das Wachstum seiner beiden Kinder mit einzigartigen Timelapse-Filmchen dokumentiert. Hier seine Tochter, drüben bei Vimeo gibts noch eins von seinem Sohn. Babycontent <3.



