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Digitale Voliere. Ja genau, ich twittere seit ungefähr zwei Jahren. Bis heute schrieb ich über 18’000 Tweets und Antworten. Ich erspare mir und euch jetzt das Ausrechnen, denn es geht hier um etwas Anderes.
Und zwar darum, dass meine Tweets bei der Twitter-Suche aktuell nur etwa 5 Tage zurück auffindbar sind und sonst auch eher nur ein paar Monate (ich weiss nicht genau wie weit zurück, aber es ist mir auch grad zu doof dies rauszusuchen). Auf jeden Fall sind meine früheren Tweets hoppsdimaus. Wohl auch weil Twitter immer wieder mal failende Wale rumfliegen hatte. Egal.
Wer also schon so aktiv wie ich zwitschert, möchte sich vielleicht mal ein Backup von dem Zeug anlegen. Kann man sicher auch irgendwo da in der Wolke für Geld. Hier aber eine kostenlose, coole, einfach Lösung, welche man auf dem eigenen Server installieren kann: Tweet Nest.
Falls man PHP5 hat, eine Datenbank, Cronscripts und ein Plätzchen für sowas hat, kann man sich dieses Backup- und Suchtool locker auf den Server knallen. Nachdem man die Anleitung hübsch befolgt hat, der Setup-Prozess durch ist und man die beiden Cron-Scripts am laufen hat, wurden so in etwa die letzen 2 Monate indexiert (Twitter erlaubt wohl nicht weiter zurückzusuchen). Ich habe das natürlich bereits gemacht, sogar mit eigener Subdomain:
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4 Tage Ausgang. Oder auch Gurtenfestival genannt. Es war schön, das Wetter 3 von 4 Tagen herrlich, die Bands waren nicht alle nur grosse Nummern, einige fand ich super.
Nebst einigen Berner Twittervögel habe ich auch wieder mal ein paar Menschen aus meiner Bandzeit von früher getroffen. Und Anita die Töggeli-Maschine. Und, hm, Nina von Chica Torpedo. Danke @nachtmeister für den geschenkten Viertagespass, jetzt habe ich meine Ausgangstauglichkeit wieder mal ein wenig trainiert.
Hier noch einige untypischere Fotos von mir, klassisches Bildmaterial gibts da und dort:

Sit über 30 Jahr. Neuer Song, countrystyle. Ich habe auch extra Schafe eingebaut. Wie immer ein paar Stunden in GarageBand Loops arrangiert, Bass eingespielt, Songtexte gebastelt und diesmal mit Mojito statt Bier eingesungen.
Wer auch diesmal nicht zögert, kann sich den Song einfach mal runterholen:
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Bio ist Wurscht. Schauergeschichten um Wurstinhalte kenn man ja. Gestern guckte ich mal, was ein guter Metzger wirklich so in eine Bratwurst reinschmeisst. Das heisst, ich war mitzuständig die Gewürze dafür abzumessen, gemäss Rezept. Danach wurden die verschiedenen Teile von frisch geschlachteten Schweinen durch den Fleischwolf gelassen und danach mit Wasser, Zwiebeln und den gemischten Gewürzen im Mixdings ein paar Minuten vermischt. Das Fleisch müsse frisch sein, bevor die Totenstarre komme, meinte Herr Lehmann.
Das war der einfache Teil. Denn jetzt liess uns der etwas hämisch grinsende Obermetzger Lehmann selber die Würste an der Vakkummaschine herstellen. Sagen wirs so: jede Zweite sah aus wie ein explodiertes Eichhörnchen. Anschliessend wurden die Würste gleich auf den Grill geworfen und mit Rösti verspiesen.
Herr Lehmann findet Bio ein nerviges Marketinggewusel der Industrie. Er verkaufe kein Bio-Fleisch, seins sei besser als Bio. Denn für ihn hört ein Biofleisch genau da auf Biofleisch zu sein, wo Lastwagen stundenlang dafür durch die Schweiz kurven müssen. Er beziehe seine Tiere beim Pfäffli. Seit 15 Jahren.
Dort könne man auch Hühner leasen. Ja genau: man hat da ein Huhn und kann täglich die Eier dieses Gackerdings einsammeln gehen. Herr Lehmann findet auch, dass die Bauern statt jammern besser eines der tausend Nischengebiete bedienen würden. Und überhaupt: warum muss er Tierdärme für Würste in China beziehen und in der Schweiz werden täglich tonnenweise davon fortgeworfen? Wenn ein Tier schon sterben müsse, meinte er, dann soll man doch auch nicht nur sein Filet benutzen, das sei doch nicht fair.
Es war ein interessanter Einblick in einen Beruf, der wohl so bald nicht mehr weit verbreitet sein wird. Der Anlass fand im Rahmen der FoodLovers statt, wer Interesse an gutem Essen und Geniessen hat, den lade ich da auch gerne ein. Und besucht mal die Lehmanns. Denn wenn Herr Lehmann zum letzen Mal seinen Laden abschliesst, wird da wohl zwei Wochen später ein Kebab-Stand eröffnet.
Website Metzgerei/Restaurant: lehmann-s.ch