Wie man zum Internet-Superstar wird.
Oder werden könnte. Hauptsache reisserischer Titel, denkst Du jetzt. Womit du recht hast, wenn du mich nicht als Internet-Superstar siehst. Wenn doch, dann ist der Titel völlig okay. It’s up to you, babe.
Ich möchte in diesem Beitrag kurz aufzeigen, wie ich twittere und facebookle, ohne dabei mit einem Socialmedia-Burnout in eine Klinik eingeliefert zu werden. Ich versuche hier tatsächlich auch keinen Ratgeber oder «10 Killertipps wie du in 30 Minuten zum Socialmediaoberchecker wirst» niederschreiben, sondern nur Einblicke zu geben, wie ich das so mache. So als Oberchecker, hehe.
Mein Inhalt - Unterhaltung mit einem Schuss Mehrwert
Wenn ich mir Tweets ausdenke, steht bei mir im Normalfall der Unterhaltungswert im Zentrum. Das ist meine Strategie, welche sich in den paar Jahren so ergeben hat. Ich war in der Schule oft der Klassenclown (die Mädchen fanden das lustig, hängten aber dann mit den coolen Typen ab). Drum mache ich auch heute gerne noch Wortspielchen oder witzige Statusmeldungen, einfach weil ich die Sprache mag. Mein Anspruch hier ist nicht sehr hoch, wenn möglich achte ich aber auf die Rechtschreibung und einen möglichst reichen Wortschatz.
Weiter teile ich auch gerne Links zu Blogposts, neuen Webdiensten, Scripts, Fotos, Musik oder sonst für mich interessante Dinge, welche ich im Netz gefunden habe. Das wäre so in etwa mein Mix, welchen ich je nach Laune mal auf die eine oder andere Seite kippen lasse.
Mein System - mehr Erfolg mit weniger Aufwand
Was nach einem tollen Werbespruch eines Schneeballsystems für Putzmittel klingt, beschreibt ziemlich genau mein technisches Setup, welches ich seit einigen Monaten für meine Bedürfnisse perfektioniert habe:
Buffer als Verteilzentrale: mit dem coolen (kostenlosen) Dienst bufferapp.com kann man sich das Leben als Autor von Statusmeldungen wesentlich vereinfachen. Der Dienst funktioniert so, dass man damit eine Art Container zur Verfügung gestellt bekommt, in welche man seine Tweets oder Links mit Empfehlungstexten schmeisst (entweder via der Website, der iPhone-App, Android-App oder per Mail).
Aus diesem Container werden dann die Tweets oder Facebook-Posts nach einem festgelegten Zeitplan automatisch über den Tag verteilt publiziert. Den Zeitplan kann man entweder nach Bauchgefühl festlegen oder mit Hilfe von z.B. SocialBro die optimalsten Zeitpunkte während des Tages berechnen und anschliessend direkt in die Bufferapp übernehmen lassen.
Okay, toll. Aber was bringt mir das?
Menschen, welche nebst der Arbeit auch noch ein Privatleben haben (seltene Spezie, ich weiss), denen bleibt tatsächlich nicht die Wahl, dauernd online sein zu können. So checke ich z.B. auf meinem Weg zur Arbeit meine iPhone-Apps wie z.B. den RSS-Reader Reeder oder die intelligente News-App Zite und schreibe so 1-3 sog. “Link-Tweets” vor und haue die in den Container meines Buffer-Accounts.
Gleich verfahre ich mit den normalen Twitter- und Facebook-Posts: habe ich mal eine kreative Phase, schreibe ich gerne mal ein paar Tweets vor und speichere diese direkt in Buffer.
Sexy Short-Link mit Statistik
Statistiken sind mir grundsätzlich egal, zwischendurch ist es aber trotzdem mal interessant zu sehen, wie viele Klicks ein Link/Tweet erreicht. Dafür habe ich mir den Domain-Namen dwo.li gemietet und bei dem URL-Kürzungsdienst bitly.com eine Custom-Domain damit eingerichtet. Bei Buffer (und vielen anderen Apps und Diensten) kann ich dann meinen eigenen Bitly-Shortener verwenden, indem ich den entsprechenden API-Key und die Konto-ID angebe. Das sieht erstens cool aus und bringt zweitens nebst der Buffer-Statistik noch die von Bitly dazu.
Was Du vermeiden sollst
Ich werde jetzt Dinge auflisten, welche mir vermutlich wie damals bei meinem Avatar-Rating noch monatelang vor die Nase gehalten werden. Aber das nehme ich gerne in Kauf. Los geht’s:
- kopiere keine Tweets von Favstar.fm, das fliegt auf. Wenn du zu dumm bist für gute Tweets oder Wortspiele, lass es sein
- vermeide uninteressante aufeinanderfolgende Auto-Tweets aus z.B. Foursquare, Instagram etc. Wenn schon, teile Highlights und schreibe noch etwas Witziges dazu
- jammere nicht dauernd rum, wir sind hier nicht in Afrika, uns geht’s gut
- vermeide Tweets mit unzähligen @Usernamen und Hashtags drin. Das ist mühsam zu lesen und interessiert meist eh keine Sau (z.B. #ff-Tweets gehören ins Museum und waren damals lustig, als man noch sämtlichen Tweetups ein “T” voran stellte)
- zeige mal was aus deinem Leben (Foto von dir, deinem Umfeld), man kann sich so besser eine Vorstellung machen, wem man folgt und es stärkt die Beziehung zwischen dir und deinen Followern (es sei denn, die Fotos sind hässlich)
- nutze möglichst deinen richtigen Vor- und Nachnamen bei deinen Accounts. Falls du mit deinem Namen nicht hinter dem stehen kannst, was du postest, gehört’s nicht ins Internet (und eigentlich ist es auch sonst bescheuert)
- nutze ein möglichst gutes Avatarbild von dir (und nicht irgend einer Typo, Pflanze oder einem künstlerischen Instagram-Gewurstel) und achte darauf, dass der Inhalt auch bei einer möglichst kleinen Darstellung gut aussieht und erkennbar bleibt
- höre auf immer Angst um den Schutz deiner Daten zu haben, der ist eh längst weg. Hast du was auf dem Kerbholz, bleib offline
- befolge nie irgendwelche Regeln, die du scheisse findest
Das wärs fürs Erste. Vermutlich fallen mir in Zukunft noch weitere Punkte ein, ich werde die Liste dann einfach ergänzen. Falls ihr Lust habt, könnt ihr mir gerne kommentieren, welche Dienste und Tools ihr benutzt habt, um Internet-Superstar zu werden (zu wollen). Peace.
Social Networks lieben Hypes. Dieses Jahr wird ja das Jahr des SoLoMo. Vermutlich wieder ein toller Begriff aus überteuerten Socialmedia-Seminaren. Man äussert sich mit dessen Verwendung als Kenner. Oder Nachplapperer. Egal. Social Networks lieben Hypes. Ob dieses Jahr so klar von SOcial LOcal und MObile leben wird oder ob einfach zig Seminare und Workshops dieses Thema hypen werden, ist noch unklar.
So. Lösche die Path-App wieder, bringt mir nix.
— David Worni (@dworni) Januar 18, 2012
Gestern löschte ich die wunderschöne Path App auf meinem iPhone, nachdem ich mehr als 500 Posts darüber gemacht habe. Ich probiere gerne neue Dinge aus, meistens gerne gleich mal so richtig vollgas.
Path ist cool gemacht, das Designteam hat einen neuen Controller erfunden der easy mit dem Daumen bedient werden kann. Vermutlich sind schon zig Billigappentwickler daran, diesen Conroller zu kopieren, wir freuen uns alle darauf.
Die Idee von Path haben viele nicht kapiert, man vernetzte sich wieder mit allen die eine Anfrage schickten, sammelte “Follower” wie man sichs so gewöhnt ist. Dabei wäre die Grundidee von Path ja die, dass man seine Momente nur mit einem engen Kreis von Freunden und Verwandten teilen würde.
Wäre. Mir war von Anfang an klar, dass diese Idee für mich und viele andere so nicht funktionieren würde. Meine engsten Freunde sind nicht auf Path, meine Verwandschaft nutzt nur teilweise gerade mal facebook. Also nutzen: sie antworten nach 3 Wochen wenn man ihnen einen Nachricht schickt. Wir hier in der Schweiz entsprechen wohl noch nicht der heilen Ami-Familie.
Path alleine als Crossposting-App zu benutzen macht für mich keinen Sinn, dafür nutze ich z.B. bufferapp oder andere Tools. Zudem ist Crossposting grundsätzlich eher scheisse, warum soll man auch auf Twitter und facebook den gleichen Content dem gleichen Publikum gleichzeitig veröffentlichen?
Versteht mich nicht falsch: ich war von Anfang an begeistert von Path, die App inkl. allen Funktionen ist super durchdacht (die meisten aber werden nie um die Funktionen wie “Top-Songs einer Künstlers anzeigen” wissen, da sie nicht offensichtlich sind).
Jetzt kommen wir zum LOcal: Gowalla ist tot, schade drum. Wer mich länger kennt weiss, dass ich zu der Gowalla-Seite gehörte. Gowalla war schöner als foursquare, bei Gowalla gabs Items an Checkins zu sammeln und zu droppen, es war ein geheimnisvolles Spiel. Allerdings entwickelte sich diese Spiel nicht weiter, das Potential wäre gross gewesen. Da alle Foursquare nutzten gabs auch bald mehr foursquare-Spots, also wechselte ich zu foursquare. Ich fand das Design immer noch langweilig wie eine Excel-Tabelle, aber egal.
Heute ist Gowalla tot (oder wird es wohl bald sein, wurde von facebook aufgekauft), foursquare wird auch nicht mehr so genutzt wie vielleicht vor einem Jahr (ich habe keine Statistiken in der Hand, das sagt mir mein Bauchgefühl und meine Twittertimeline, welche weniger foursquare-Checkins enthält als damals).
Die Schweiz hat Gowalla und Foursquare verpennt, dieses LOcal wird an uns auch im Jahr 2012 vorbeiziehen, während man in NY mit Checkins Muffins abstauben kann.
Warum soll man auch seine Location sharen? Ich dachte ich fände das raus. Doch weder facebook, Gowalla, foursquare oder Path gab mir schlussendlich eine Idee, was ich denn genau von diesen Checkins haben soll. Apple entwickelte eine App “Freunde finden”. Habe ich auch schon probiert, am Zibelemärit in Bern, um einen Freund zu finden. Fazit: noch unbrauchbar.
Haben wir uns nicht langsam sattgesehen an verdreckten Instagram-Bildern? An Food-Fotos, welche aussehen wie gequirlter Spinat mit vertrockneten Schuhsohlen?
Was wir brauchen sind Automatismen welche uns neue Dinge, Menschen und cooles Zeug entdecken lassen. Wir brauchen Apps, welche intelligent sind, Dienste welche uns nicht Katzen vorschlagen die einem “ähneln”, wir brauchen Ideen für Soziale Netzwerke und keine Abklatsche wie Microsofts So.cl-Network, welches schon tot ist bevor es überhaupt lebt. Wir brauchen intelligente Software, die uns im Clustern des Internets hilft. Die uns Mehrwert bringt. Oder wenn etwas sinnlos ist, muss es zumindest Spass machen.
Papiervolk. Bei den Griechen war es damals so, dass nur die Männer mit dicken Bäuchen und auch die mit Sixpacks an Volksversammlungen teilnehmen durften. Die Frauen hingegen durften daheim schön bemalte Vasen geschirrspülen, damit diese später als Souveniers verkauft werden konnten. Aber das ist eine andere Geschichte.
Eigentlich will ich mich aber aufgrund tiefer Temperaturen draussen, hier drinnen vor euren Bildschirmen wieder aufs Glatteis wagen, nachdem ich mich letztmals als Nichtzeitungsleser übers Zeitungssattlesen geäussert habe. Wie man im toll gemachten Bloggerfilm nachschauen kann, sollen solche Posts ja durchaus auch einen Beitrag zur Eigenbildung leisten.
Die Bürgerlichen Dinge
…nannten die Griechen aus platzsparenden Gründen «Politik». Eine Thema, welches ich als Teil einer Zeitung usuell weglege. Das hat verschiedene Gründe. Oder vielleicht auch nur einen: ich wurde nicht so erzogen, dass ich mir der wahrscheinlich vorhandenen Wichtigkeit der Politik bewusst wäre und mich dadurch für sie genügend interessieren würde. Ob ich dafür meinen Eltern und meinen Lehrern danken soll oder nicht: es ist so, ich bin nicht stolz darauf und ein wenig kneift mein linker kleiner Zeh.
Also ist es nicht verwunderlich, dass ich gewöhnlich nicht abstimme, obwohl mir diese Freiheit (im Vergleich zu anderen Ländern) ja zustehen würde. Ich dürfte meinen Daumen nach oben oder unten richten, bei Abstimmungen, Wahlen, Initiativen und Referenden (was Referenden sind weiss ich nicht, aber es klingt dann so, als hätte ich etwas recherchiert).
Liebe Leser, nehmt es mir ruhig übel, dass ich in meinem Leben erst ein paarmal Papier zur Urne brachte (und dann auch nicht aus Eigenmotivation). Aber ihr könnt ja trotzdem mal weiterlesen. Fuck, ich komme mir vor wie im Mathematikunterricht. Man muss sich für Politik immer innerlich so aufrecht hinsetzen, damit die Gedanken nicht aus dem Hirn purzeln. Ich mach mal ne Überleitung mittels eines Titels zum eigentlichen Thema:
E-Voting, jede Stimme zählt
Kreisch. An dieser Stelle könnte ich euch jetzt unten via Kommentare ein weisses Papier lassen. Mache ich auch gleich, vorher erwähne ich aber, dass ich im Sommer 2009 auf der damals neu gelaunchten Internet-Plattform Politnetz eine sogenannte Debatte zum Thema Online-Voting startete. Ich schrieb da Folgendes (ich war damals noch jung):
Endlich online abstimmen: Ich finde es grausam veraltet, dass Abstimmungen immer noch via Zetteli und Urne von statten gehen. Es gab ja bereits einige Testprojekte die das digitale Abstimmen versuchten. Kann es denn wirklich (zu Zeiten von Onlinebanking!) so schwer sein, endlich der Generation von heute ein anständiges Abstimmungsportal hinzustellen. Die Stimmbeteiligung würde sich doch drastisch erhöhen.
Mehr oder weniger spannende Meinungen wurden dazu gepostet, nachlesen könnt ihr diese, zuunterst findet ihr einen Link.
Die Angst, Gesetze nicht einhalten zu können
Die Grundproblematik beim Thema E-Voting besteht scheinbar einerseits darin, dass unsere Computer noch im Zeitalter der Griechen sind und mit Trojanern zu kämpfen haben, andererseits eine Komplexität erreichten, welche für den gemeinen Menschen nicht mehr im Detail nachvollziehbar ist. Oder vielleicht hat die Problematik auch nicht nur zwei Seiten, sondern überdies eine Dritte: die Gesetze der Demokratie schreiben bei Abstimmungen, abgesehen von der Sicherheit, verständlicherweise Transparenz und Anonymität vor. Zwei Vorgaben, welche einander offensichtlich konkurrieren und an denen bis heute viele E-Voting-Systeme nachlesbar gescheitert sind.
Und jetzt wäre ich mit meiner Einleitung da angekommen, wo ich hinwollte: Argumente, dass wir es heute zu Zeiten von E-Banking und verschlüsselten Signaturen es nicht fertigbringen, die Sicherheit im Bezug auf die Identitätskontrolle zu gewährleisten, lasse ich nicht gelten.
Der nächste Punkt Transparenz ist ein Unterpunkt der Sicherheit und soll es uns (in diesem Fall mit Recht) misstrauischen Menschen ermöglichen, bei einem Betrugsverdacht das Telefon in die Finger nehmen zu können und zu sagen “Grüessech, ich glaube das Abstimmungsresultat vom Sonntag gestern stimmt so nicht, da wurde beschissen. Ich möchte gerne alle Stimmzettel zählen kommen, passt es ihnen morgen?”. Das ist eine ganz tolle Möglichkeit, welche uns da zur Verfügung steht. Und ich frage mich aber nur, ob dieses Potenzial alleine bereits reicht, um Missbrauch beim Papier-Voting zu verhindern?
Der dritte Punkt Anonymität, welcher den Votingsystem-Programmierern wohl am meisten Kopfgeschwüre verursacht, ist wieder ein Unterpunkt der geforderten Möglichkeit, bei Verdacht Einsicht in die abgegebenen Stimmen zu erhalten. Man muss sich hier bei Softwarelösungen auf kryptographische Algorithmen und der Existenz von gutem Zufall im Computer verlassen, welche die Identität einer Stimme einerseits verschleiern, rückwärts aber nachverfolgt werden kann, dass diese eben nicht vom Cyberhacker_87 stammt.
So, das wäre laut meiner unbezahlten Recherche mal der Stand Dezember 2010 im Bezug auf E-Voting in der Schweiz. Dazu erwähnen müsste ich noch, dass es im Kanton Zürich Versuchsgemeinden gibt, welche bereits heute mittels eines Testsystems abstimmen. Scheinbar aber steht es da um die Transparenz des digitalen Apparates noch nicht so gut.
Zu faul fürs Papier?
Weniger als die Hälfte der Menschen in der Schweiz, welche ihren Senf zu politischen Entscheiden dazugeben könnten, tun dies nicht. Ein grosser Teil jener, die dies nicht tun, seien jüngere Menschen. Die twittern und bloggen lieber und treten Facebookseiten bei, wo sie kundtun, dass sie Diesem oder Jenem stundenlang in die Fresse hauen und treten können. Warum setzt man nicht genau da an?
E-Voting braucht aus meiner Sicht gute Technik, aber auch Anpassungen in den Gesetzen zur Abstimmung. Bis es soweit ist, könnte man uns ja wenigstens bereits bei Initiativen digital abstimmen lassen. Daumen hoch für eine moderne Demokratie in der wir motiviert werden, die Politik auch in die Hände zu nehmen, wenn sie schon greifbar ist. Denn solange wir nur auf dem Holzweg abstimmen können, ist da sicher nicht nur für mich der Wurm drin.
Links zum Thema
E-Voting: Ohne Vertrauen, um jeden Preis
Anti-Wahlcomputer-Petition vom Chaos Computer Club Berlin
PiVote - eVoting Stystem der Piratenpartei Schweiz
Meine gestartete Debatte onlinevoting.politnetz.ch
Hitliste: Hier wohnen die nachlässigsten Stimmbürger der Schweiz
Meine abhandengekommene Lust abzustimmen
Interview mit Peter Bichsel «Blocher will die ganze Schweiz»
Eine Frage an die Massen. Die stellte ich, vor etwa einer Stunde. Via formspring.me/dworni schrieb ich anonym an alle Accounts denen ich folge eine Frage. Und zwar in etwa diese bekannte «Welches Buch würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?» - nur leicht moderner: Der Weltuntergang naht, das Internet versinkt, halleluja. Hier die Frage:
Gut, das ist jetzt so eine Massenfrage an alle Dings hier, äh Friends, wie das hier so schön heisst: das Internet versinkt unter Wasser, du hast gerade noch Platz für eine Website auf deinem USB-Stick. Welche rettest du für die Nachwelt auf die Arche?
Naja, ich gebe es zu, die Frage ist für Manche weniger spannend als irgendwelche anonymen Unzüglichkeiten. Die Antworte war erwartungsgemäss so ziemlich bei allen wikipedia.com (hätte ich wohl auch geschrieben). Einige hielten ihren eigenen Blog als die wichtigste Seite des Internets. Kann man machen.
Warum ich das jetzt aber hier zu einem Blogbeitrag verwurstle: so simpel das Tool formspring auch ist, ich war erstaunt ob der raschen Antwortszeit auf meine Frage. Innert einer Stunde erhielt ich 22 Antworten. Klar, an einem Freitagabend um 23 Uhr hätte das nicht hingehauen. Aber heute ist ja Montag. Uns stellt euch vor, ich würde da 3000 Menschen folgen.
Die beste Antwort kam übrigens von @hosae: schwimmen.com (also mehr sinnesgemäss, da drauf ist nix), die Zweitbeste von @bugsierer: www.daxo.de. Oder die Drittbeste von @chicundschlau: «flickr. damit die menschen noch wissen wie die welt vorher aussah».
So. Und es tut mir echt leid, habe ich euch die Frage anonym gestellt. Aber jetzt wisst ihrs ja. Danke fürs Mitmachen. Danke Internet. Danke Mamma.



