Uff, 1 Geheimprojekt weniger. Manchmal ist es auch einfach gut, wenn man gewisse Projekte nie anpackt. So hat sich meine 3 Monate alte Idee eines Surftour-Bookmarklets unterdessen selbst erledigt: Delicious bietet ab sofort (beta) eine neue Funktion «Browse these bookmarks» an.
Jetzt vertagge ich einfach meine tägliche Surftour mit #surftour und kann so meinen täglichen Spaziergang bequem per Mausklick absurfen.
Gefällt mir. Oder eben auch nicht. Wer Facebook kennt, weiss auch um den “gefällt mir” Button. Statt kurz angebunden etwas zu kommentieren, hat man seine Meinung mit einem Klick kundgetan.
Gestern hat der Sprain sich diese Funktion mittels dem Wordpress-Plugins I like this auf seinen Blog geholt. Nach kurzem googeln fand ich heraus, dass die gehostete Wordpress-Version bereits eine solche Ration-Funktion von PollDaddy (auch Automattic) integriert haben soll.
Mittels PollDaddy lässt sich das Rating-System auch relativ einfach in andere Blogsysteme integrieren. Hier meine Anleitung für tumblr:
Danach das Halter-Div wie folgt ergänzen (123456 = deine Rating-ID):
id="pd_rating_holder_123456_{PostID}"
Un nun muss du noch den JavaScript-Teil wie folgt anpassen:
PDRTJS_settings_123456_{PostID} = {
"id" : "123456",
"unique_id" : "123456_{PostID}",
"title" : "{PostTitle}",
"permalink" : "{Permalink}",
"item_id" : "_{PostID}"
};
Diesen JavaScript-Teil kann man nun im Quellcode zu den verschiedenen tumblr-Beitragsarten integrieren. Den Script-Aufruf brauchts nur 1 x (am besten irgendwo im Footer).
Voila, that’s it. Alternativ kann auch der Standard-Code im Permalink-Bereich integriert werden. Doch wenn man mehrere Ratings auf einer Seite haben will, muss man den Code wie oben anpassen.
Bei PollDaddy eingeloggt kann man sich auch eine Übersicht aller Ratings sortiert nach Bewertungen anzeigen lassen. Sollte die Bewertung zu “90% Negative” sein, empfehle ich das Bloggen zu überdenken. :-)
Temperatur normal - tschüss fever°. Letztes Jahr stürzte ich mich mit Begeisterung auf den neusten Streich von Shaun Inman, Entwickler des coolen Statistik-Tools Mint: den online RSS-Reader Fever° ($30).
Der schlicht gestaltete und mit JavaScript angetriebene RSS-Reader ist komplett online und man muss ihn selbst irgendwo online hosten. So hat man seinen eigenen Online-Reader, welcher vom iPhone aufgerufen auch in einem optimierten Interface daherkommt. Das Skript selbst ist mit einer Auto-Update-Funktion ausgestattet.
Feeds können in verschiedene Ordner abgelegt werden, es gibt ein Bookmarklet, Bilder lassen sich pro Feed oder Ordner in der Übersicht ein- oder ausblenden. Interessante Artikel lassen sich speichern, eher unwichtige Feeds lassen sich markieren und, jetzt kommt der Hauptgag, es gibt eine Übersicht “Hot”, welche intelligent die wichtigsten Artikel der letzten Zeit anzeigt und dazu eine Temperatur anzeigt.
Nun, gerade dieses Feature hat mich überhaupt nicht überzeugt (oder ich bin der Logik und dem Nutzen nicht auf die Schliche gekommen). Der Reader ist zwar relativ flott programmiert, es lässt sich auch via Tastaturbefehle navigieren. Doch so wirklich hat sich bei mir kein Fieber für das Tool entwickelt.
So bin ich heute mittels OPML-Export auf den Google Reader als RSS-Zentrale umgestiegen und lese meine Feeds in Zukunft mal mit Gruml (Mac) und Byline (iPhone). Da ich für Bookmarks Delicious und Instapaper (zum später lesen) benutze, bin ich mit diesen beiden neuen Programmen sicher gut für frische Artikel aus dem Internet gewappnet. Es sei denn, ihr habt mir bessere RSS-Feeds-Lese-Tipps. Oder klärt mich auf, was ich bei Fever nicht begriffen habe.