Tipps, wie ihr bessere iPhone-Fotos machen könnt. Kurz bevor ich mir überlege, einen iPhone-Fotokurs gegen Entgeltung anzubieten, schreibe ich diesen Blogpost. Vermutlich werde ich damit eine durch euch finanzierte Reise nach Ko Ngai in den Sand setzen. Da ich euch aber alle total mag, mache ich das gerne.
Ein paar wenige unter euch werden im Besitz eines iPhones sein. Oder irgend einer ähnlichen Gerätschaft, welche es auf dem Kasten hat, Lichtbilder in den Kasten zu bringen. Viele unter euch mögen zudem so dumm sein, dass sie das Internet mit Fotografien eigener Füsse bearmuten. Der Rest kann ruhig mal weiterlesen.
In vollstem Bewusstsein, dass der Eine oder Andere trotz selbstreferenzieller Podofotografie nun trotzdem weiterliest, möchte ich euch zu Ostern offenbaren, wie ich obenstehende Lichtbilder auf dem Eifone zu Stande brachte. Da ich Grafiker bin und ihr nicht, werden eure Fotos nie so gut wie meine. Aber das stört euch auch weniger als mich, der diese dann in der nächsten Zeit auf die Bildschirme geschoben bekommt. Ich werde damit leben müssen.
Weiter, mit Lust am Wort dasitzend, möchte ich zugestehen, dass ich meine Tipps zu diesen Fotografien bereits vertwitterte und verfacebookte. Da ihr aber meist nur online seid um auf facebook Viren zu verbreiten, bin ich nachsichtig und fasse das alles nochmals für euch ausdruckbar zusammen. Dies tue ich nicht freiwillig, sondern nur um der täglichen Nachfrage tausender Follower, wie ich denn diese tollen Bilder mache, Einhalt zu gebieten. Bevor ihr euch jetzt aber die Apps da unten lädt, möchte ich kurz darauf eingehen, warum das iPhone schlechter als unser Auge ist:
Das iPhone ist ein Gerät, daher ist es grundsätzlich schlechter als, sagen wir ein mittelmässig durchtrainierter BMW-Leaser hiesigen Breitengrades. Abgesehen davon ist die Kamera auch schlechter, weil sie einäugig ist. Aber viel wichtiger: sie ist dumm. Und unsere Augen nicht, weil da noch ein Mensch dranhängt der, der Zufall wollte es so, über ein Gehirn verfügt, welches den einen oder anderen Versionsvorsprung zum Betriebssystem eines iPhones hat.
So passiert es also, dass wir irgendwo an einem tollen Aussichtspunkt stehen, wir die Berge sehen, schimmelblauen Himmel, glizernde Sonne, nasse Flüsse, friedlich wiehernde Kuhherden und über Regenbögen springende Gazellen. Die iPhone Kamera aber, die dumme Sau, misst mal Pixel von oben links nach unten rechts und berechnet so Apfelgelenk mal Pi, wie das Bild aufgenommen und gespeichert werden soll. Fotografieren wir also gegen die Sonne, dreht der saudumme Chip durch, fühlt sich geblendet und stellt die Kamerahelligkeit so ein, dass er möglichst noch einigermassen etwas sieht. Der durchschnittliche Benutzer unter euch findet das Foto mit 2/3 weissem Himmel und einem halben Sonnenstrahl bereits geil und jagt es ins Internet hoch. Das kann man machen, sollte man aber nicht.
Denn eines Tages, es hätte gestern sein können, erfand ein Mensch HDR. Das heisst nicht “häb di Ruedi”, sondern Hei Deinämik Reinsch. Für euch: das Foto verfügt schlussendlich über viel mehr Hellikeitsstufen als ein normales Bild. Technisch funktioniert der Trick so, dass ein App besonderer Güte zwei Fotos nacheinander macht, um dies zu erreichen: ein Helles und ein Dunkles. Anschliessend werden die beiden Bilder übereinandergelegt und zu einem Bild vermatscht. Resultat: ein eingefrorener Moment, welcher der Intelligenz des menschlichen Auges beim Herumschweifen näher kommt. Amen.
Gut, die Theorie interessiert euch nicht, wie ich merke. Darum jetzt hier, in chronologischer Abfolge inklusive Verlinkung der jeweiligen Apps, wie ihr eure Grossmutter mit tollen Fotos beeindrucken könnt:
Alternativ könnt ihr natürlich auch eine tonneschwere Spielgelreflexkamera mit euch rumschleppen, Fotos als RAW aufnehmen, damit eure terrabitegrossen Festplatten auch gefüllt werden können, Fotos in Lightroom oder Aperture bearbeiten und so die schönsten Stunden eures Lebens ins Flötenorchester schicken.
Update: hier noch zwei Vergleichsfotos, interne Apple Kamera-App im HDR-Modus vs. HDR Pro. Am Himmel erkennt man deutlich den besseren Dynamikumfang, auch in den Schätten ist mehr erkennbar, zudem stimmt die Lichtfarbe des ProHDR-Fotos ziemlich genau mit der Originalsituation überein: -> Foto-Vergleich anzeigen
Digitale Voliere. Ja genau, ich twittere seit ungefähr zwei Jahren. Bis heute schrieb ich über 18’000 Tweets und Antworten. Ich erspare mir und euch jetzt das Ausrechnen, denn es geht hier um etwas Anderes.
Und zwar darum, dass meine Tweets bei der Twitter-Suche aktuell nur etwa 5 Tage zurück auffindbar sind und sonst auch eher nur ein paar Monate (ich weiss nicht genau wie weit zurück, aber es ist mir auch grad zu doof dies rauszusuchen). Auf jeden Fall sind meine früheren Tweets hoppsdimaus. Wohl auch weil Twitter immer wieder mal failende Wale rumfliegen hatte. Egal.
Wer also schon so aktiv wie ich zwitschert, möchte sich vielleicht mal ein Backup von dem Zeug anlegen. Kann man sicher auch irgendwo da in der Wolke für Geld. Hier aber eine kostenlose, coole, einfach Lösung, welche man auf dem eigenen Server installieren kann: Tweet Nest.
Falls man PHP5 hat, eine Datenbank, Cronscripts und ein Plätzchen für sowas hat, kann man sich dieses Backup- und Suchtool locker auf den Server knallen. Nachdem man die Anleitung hübsch befolgt hat, der Setup-Prozess durch ist und man die beiden Cron-Scripts am laufen hat, wurden so in etwa die letzen 2 Monate indexiert (Twitter erlaubt wohl nicht weiter zurückzusuchen). Ich habe das natürlich bereits gemacht, sogar mit eigener Subdomain:
Ein Bookmarklet für alles. Besonders Vielsurfer benutzen viele Plugins und Erweiterungen für Ihren Lieblingsbrowser. Hier stelle ich euch kurz ein cleveres Fliegengewicht vor, welches (mit JavaScript) in allen Browsern funktioniert. Geit it: quixapp.com