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  2. KNÄPPA - die digitale Lochkamera der IKEA. Da ich ein weltberühmter Blogger bin, schicken mir Firmen aus der ganzen Welt täglich im Schnitt 200 Artikel die ich testen dürfte. Die meisten verschenke ich an arme Kinder aus der Nachbarschaft oder an den hiesigen Fischerclub.

    Doch dieses Mal mache ich eine Ausnahme: die IKEA Schweiz (@IKEA_CH) schickte mir freundlicherweise ihre neue digitale Kamera. Das geniale Ding aus Karton kann man von einem 16 Kilometer hohen Wolkenkratzer fallen lassen (Test steht noch aus) ohne dass die High-End-Kamera Schaden nimmt.

    Technisch hat die digitale Camera Obscura so einiges zu bieten: sie schiesst 1280 x 960 Pixel grosse Bilder, welche sie innert Minuten mit dem Datum 1.1.1970 auf einen 20 MB grossen Chip speichert. Mittels blinkender grünen LED wird der Fotograf freundlich geduzt durch die verschiedenen Abschnitte der Kamerabedienung geführt. Natürlich verlangt das eine ruhige Hand, doch Profis wissen gerade diese Herausforderung zu schätzen. Die Fotos werden on-the-fly automatisch überzeichnet und erhalten so den typischen KNÄPPA-Effekt (siehe Fotos oben, ausser die der Kamera selbst).

    Ich bin überzeugt, dass sich dieses robuste Allrounder-Modell gegen iPhone und Co durchsetzen wird. Gerade die auf der Kamera selbst gespeicherte Bedienungsanleitung in PDF-Form sticht so einige Smart-Phones aus. Denn wer telefoniert heute überhaupt noch.

    Danke IKEA. Jag är glad, hennes möbler-gudar.

  3. Unterwegs als Hoteltester. Es ist Samstag, ein winterschöner Sonnentag im Dezember, eisige Kälte mit Biss. Ich packe ein paar Dinge, die sich für eine Hotelübernachtung eignen. In zwanzig Minuten bin ich in Bern angekommen und checke freundlich empfangen im Hotel Allegro, welches zum Kursaal gehört, ein.

    Mir wurde angeboten, für eine Nacht das Angebot dort kostenlos testen zu dürfen. Vermutlich weil ich über Twitter und Facebook Menschen Bilder davon schicken und diesen Blogbeitrag schreiben könnte. So genau weiss ich das nicht, aber ein solches Angebot liess ich mir für einmal nicht entgehen. Für eine Nacht mal ein wenig Luxus, kann man machen. Ich beschreibe nun kurz wies war, was sich ab den Fotos oben ablesen lässt, lasse ich vermutlich aus.

    Zugeteilt wurde mir die Junior Suite «Einstein», zuoberst im vierten Stock mit der besten Hotelaussicht auf Bern. Die Wände schmücken historische Fotos und Informationen zu Albert Einstein, welche ich mir ehrlich gesagt nicht genauer anschaute, sondern dies als zu Bern passende und geschickte Innendekoration notierte (inklusive der berühmtesten Formel der Welt “E = mc²”, zu Einstenis 1905 veröffentlichten Speziellen Relativitätstheorie).

    Nebst einem grosszügigen Bad mit Sprudelbadewanne und Dusche, gabs natürlich auch eine Minibar, zwei Fernseher, eine Musikanlage sowie einige Telefone. Weiter beschreibe ich das Zimmer nicht, dafür habe ich eine spontane Videoaufzeichnung gemacht, welche ohne Ton etwa gleichviel Einblicke gibt:

    Nach einer kurzen Führung durchs Kursaal Grand Casino, erklärte mir uns eine nette Dame die Regeln zu Roulette und Black Jack. Beim Demo-Spiel verdreifachte ich kurz mal meinen Einsatz, bei Black Jack verlor ich im Nu alles (Spiel)geld. Anschliessend hätte ich mich mit einem geschenkten Grundeinsatz von 10.– mit dem eben Gelernten zu den Spieltischen begeben können, jedoch knurrten die Mägen und man begab sich zum Fondue Chinoise, wo man so lange essen durfte, wie man konnte (gehörte zum Grand Casino Arrangement). Nebst ein paar unsicheren Aushilfskräften (es war irgend ein Grossanlass) eine durchaus angenehme Art, den Abend kulinarisch abzuschliessen (dieses «nebst» wurde aber mit offeriertem Amarone wiedergutgemacht).

    Wäre ich Tourist oder hätte ich einen Kongress in Bern, dürfte das Hotel Allegro mit diesem Zimmer eine absolut perfekte Art und Weise sein, sich zu unterhalten, zu essen (es gibt da auch noch ein Sushi- und Italo-Restaurant) und angenehmst zu übernachten. Denn die Lage ist nicht nur von der Aussicht her ziemlich geil, sondern man ist nach ein paar Barbesuchen in der Berner Altstadt in fünf Minuten zu Fuss wieder im Hotelzimmer. Besser wäre nur noch, in der Altstadt zu wohnen. :-)