Schweizer Fernsehen wagt es Twitter zu erklären. Immer wieder versuchen Medien an das Phänomen Twitter mit Beiträgen heranzukommen. Und beissen sich meistens die Zähne aus. Ob der obige Beitrag (mit einem tollen Auftritt von Bloggingtom) einem Laien Twitter gut erklärt, kann ich nicht beurteilen. Immerhin ist der Beitrag aber ein schöner vorweihnachtlicher Werbespot dafür.
Denn Twitter Uneingeweihten zu erklären - das weiss ich aus eigener Erfahrung - scheint fast nicht möglich zu sein. Ich wage mal die Behauptung aufzustellen, dass diese Hemmschwelle (welche ich anfangs auch 1 Jahr lang hatte) nicht zuletzt auch den Zwitscher-Service vor der Masse bewahrt. Die Schweiz hat laut twitterland.ch heute etwa 12’000 twitternde Einwohner, Facebook über 1,6 Millionen. Da komme ich gerne wieder mal auf ein Tweet von mir zurück:
“Twitter ist wie ein Badestrand - wenn alle hingehen, wirds ungemütlich.”
Mal schnell jemand aus facebook anrufen. Genau dafür gibt’s ein iPhone-App namens MyPhone+.
Beim ersten Start wird das Adressbuch im iPhone in das Programm eingelesen, danach muss man sich mit facebook verbinden. Anschliessend werden die beiden Kontaktlisten verglichen, bei unklaren Treffer muss man manuell nachhelfen. Weiter werden die Kontakte mit facebook synchronisiert (je nach den dort freigegebenen Adressinfos), das heisst, man kann (nach Wunsch) sogar sein Adressbuch so aktualisieren und ergänzen.
Da ich ein Riesenpuff in meinem Adressbuch habe und viele meiner Kontakte bei facebook ihre Telefonnummern mir gegenüber nicht freigegeben haben (Angsthasen!), bringt mir das App im Moment nicht viel. Aber vielleicht siehts bei euch ja besser aus.
Aids-Hilfe Schweiz auf facebook schliesst Blinde aus. Bereits im Vorfeld las ich von der Red-Ribbon-App auf facebook, welche den Freunden vorgaukelt, man habe sie gelöscht. Wer aber den Link Why have you been deleted? weiterverfolgte, landete auf eine Fanpage mit der Erklärung, dass es sich um eine Kampagne der Aids-Hilfe-Schweiz handelte.
Einer meiner Freunde bei facebook ist blind und kommentierte ziemlich enttäuscht, dass die Erklärungsseite lediglich aus einem JPG bestehe - keine Chance für den Screenreader eines Blinden, die Auflösung zu verstehen. Statt also gegen die Ausgrenzung zu werben, grenzte die Werbung selbst aus.