Gold Master Hotelier und Social Media Aficionado 2011. Hiermit verpulvere ich mein komplettes 2011er-Jahresrückblick-Dings-des-Jahres-Auszeichnungs-Pluver. Jahresrückblicke sind mir eigentlich so egal wie die Antwort auf die Frage, wieviele Einwohner Oberbuchsiten hat (es sind exakt 1904). Einige unter euch besitzen das Wissen um meine rege Onlineaktivität und können sich vielleicht vorstellen, dass ich mich nicht täglich für die Spitze des zwischenmenschlichen Social Media Eisberges halte, sondern ab und zu auch zu einem Kilimanscharo hinaufschiele. Oder rüberschiele. Wir wollens ja nicht gleich übertreiben, hehe.
Letztes Jahr konnte ich nicht anders und vergab via Twitter den Titel Persönlicher Twitterer 2010 an Ray Kroebl (weil er immer mit den richtigen 140 Zeichen zur Stelle ist, wenn mal Not am Mann oder der Frau ist, für seine Gastfreundschaft, weil er das Leben so geniesst wie er es will, er ein Super Koch zu sein scheint (leider kam ich bislang nur in den Genuss seiner Food-Twitpics). Er schreibt DMs wenn nötig, ist da für den kleinen Twitterkuchen Schweiz (und sicher auch über dessen Kuchentellerrand hinaus). Kurz: er war 2010 mein Twitterkönig)).
Dieses Jahr geht meine Auszeichnung ganz klar an Thomas Frei @cigarman_ch. Also mit Abstand. Und Verlaub. Er ist Hotelier des Hotel Bernerhof in Gstaad, bespeist Twitter und Facebook mit den herrlichsten Wanderteaserbilder, oft kommt auch ein Biber zu tode, er ist der digitale Wilhelm Busch des Berner Oberlandes, ja er kommt vor lauter Langeweile auf grossartige Ideen, welche selbst in der Presse für offene Münder sorgen. Er fotobestückte und textete auch seinen Hotelprospekt selber, weil ers kann. Und das besser als jeder dahergelaufene Profi. Thomas Frei heisst nicht nur Frei, er gibt einem irgendwie das Gefühl, dass da oben in Gstaad ein Stück Freiheit für jeden zwischen Kuhpflütter und meterdicken Scheedächern liegt, dass die Sonne dort oben grundsätzlich immer scheint und das Glück somit um die Ecke im Berner Oberland liegt.
Somit geht der diesjährige @dworni-Preis Gold Master Hotelier und Social Media Aficionado 2011 an den besten Hotelier den ich je sah, den wohl von mir meistkommentierten Businesspage-Facebookupdater und stets braungebrannten Marathonläufer und ausgezeichneten Zigarrenliebhaber an Thomas Frei. Weil er ihn verdient hat. Mehr als jeder andere Thomas Frei.
Rainbows. Hier eine Songidee in der Mumford & Sons - Eels - Simon & Garfunkel Version. Heute Abend im Garageband gebastelt, getextet und eingesungen. Ihr dürft’s euch runterladen (das tolle Violinensolo hat die Katze eingespielt, sorry):
Schwedisches Rollmaterial. Volvo heisst übersetzt «ich rolle». Mein Onkel fuhr immer einen Volvo Kombi, zwar ziemlich hässlich in einem Pistache-Grün, aber ich war stets etwas neidisch. Für mich stand dieses Auto als ein Zeichen der Sicherheit (keine Ahnung warum ich das damals schon mit 14 dachte). Dings.
Heute besitzen wir nun selbst ein solches Auto. Ich fuhr schon viele verschiedene Wagen. Zuerst einen Fiat Seicento, danach einen Hyundai Atos, dann den Luigi Fiat 500 bis heute. Und jetzt eine Klasse mehr Auto. Oder so.
Er fährt seelenruhig der anthrazite Schwede, springt agil um die Kurven und brummt gerne in den unteren Gängen schnell auf zu hohes Tempo hoch mit seinen 170 eingebauten Elchen. Ich habe mich sofort verliebt in die Kiste.
Bye bye Luigi, hello?
Live changes. Again.
Nach 5 Jahren Selbständigkeit mit der Agentur frühjahr und 1 Jahr als Leiter Design Team bei MediaparX, verabschiede ich mich von der grünen Agentur in höchster Blüte und werde ab Anfang 2012 bei MySign meine ganze Energie und meine Fähigkeiten als Senior Art Director und Screendesigner unter Beweis stellen.
Ständig selbständig
Ich war 26 Jahre alt und entschied mich im Jahr 2005 selbständig eine Grafik-Agentur unter dem Namen frühjahr zu führen. Zuerst alleine, dann zu zweit, zu dritt, zu viert, wieder zu dritt, Praktikanten, Schnupperstifte, Partnerschaften, spannende Aufträge, Spezialisierung auf Webdesign / UI-Design, Lehrling, 4 Mal Umzug – frühjahr blühte in alle Himmelsrichtungen und machte sich im Web bald mal einen Namen. Es war eine schöne Zeit, aber auch eine anstrengende.
Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine augenrollende Frau
Ohne sie wäre frühjahr nie das geworden, was diese grüne Agentur bis heute ausmachte: die lebensfrohe Kommunikationsweise der Firma gegen aussen, die sichere Hand um einem stilechten Brand und der herzhafte Sonnenschein, der bereits heute Kultstatus hat: Barbara Hess. Meiner ehemaligen Partnerin und Geschäftspartnerin habe ich in etwa soviel zu verdanken, wie es oben auf dieser Wiese Gänseblümchenblätter abzuzupfen gäbe. Dank Ihr konnte ich mich selbständig machen, dank ihr konnte ich und frühjahr zu dem werden, was heute ist.
Jede Band kann nur einen Leadsänger haben und so war es nicht immer einfach für uns beide, den richtigen ins Rampenlicht zu stellen. Doch wir können beide sehr stolz darauf sein, unabhängig eine coole Agentur geschaffen zu haben, die schweizweit bekannt ist. Danke Barbara.
Mix
Dieses Jahr versuchte ich mich in der Konstellantion als “Geschäftsführer” von frühjahr und Angestellter bei MediaparX als Leiter des Designteams. Nebst vielen spannenden Erfahrungen in diesem nun grösseren Team wurde mir eines bewusst: wenn man mit dem Herzen bei der Sache sein will, kann man nur bei einer Sache sein.
MySign
So entschied ich mich für die Ein-Herz-Strategie und verabschiede mich von den administrativen Aufgaben, welche eine Geschäftsführung mit sich bringt und widme mich vollends dem, was ich am besten kann: Teamleiten, Pixeln und Projektmanagement. Ich freue mich auf eine leidenschaftliche Zeit im Zentrum der Schweiz bei MySign.
Danke Community
Und ich danke allen Lesern, welche da draussen frühjahr in den letzten Jahren gehypt haben. Sei es durch zig Tweets wie “hey, diese grünen Turnschuhe würden doch zum frühjahr-Team passen”, kleinen bis grösseren Aufträgen, Austausch und wertvollem Feedback sowie den Besuchen an unseren Anlässen wie Glühweintrinken oder Frühlingsbeginn-Festen. Es war eine coole Zeit, danke.






