Tschüss, bis nicht so bald.
Nach über einem Jahr ohne Ferien, werde ich mit meiner Traumfrau nach Thailand fliegen. Mit der Thai Airlines. Man sagt, dass dort bereits während des Flugs Massagen von Stewardessen und frisch geöffnete Kokosnüsse vom Captain inklusive wären - wir werden sehen.
Erst besuchen wir einige Tage Bangkok, blicken vom Luxus-Hotel aus der Lounge im 3723igsten Stock über eine Stadt, welche gleichviel Einwohner wie die ganze Schweiz hat und gönnen uns leckere Thai-Snacks wie zum Beispiel Leguan-Hotdogs und ein Glas frischgepressten Hongigkuchenpferdesaft.
Danach fliegen wir ein Stück weiter runter in den Süden und lassen uns für zwei Wochen die Palmen in Khao Lak ins Gesicht schaukeln. Vielleicht wird auch der eine oder andere Hummer statt unter dem Tisch über den Teller laufen. Wer weiss. Ich werde in leicht geöffnetem weissen Leinenhemd wie Pierce Brosnan süffisant lächelnd an der Beach-Bar leckere Fruchtdrinks für meine Frau besorgen, welche sich von Doktorfischchen gerade eine Pedicüre verpassen lässt. Während ich ein kühles Bier…
Herrlich. Tschüss, bis nicht so bald.
Ein Leben lang bis noch vor Kurzem denken, man wäre nie so weit. Dann merken, dass man genau so weit ist: Ich werde Papi. Und meine Traumfrau Mami. Im März. <3
Das Privileg zum Glück. Wir hier, die Privilegierten, wir tun manchmal so, als ob die Uhr laut ticken würde, solange wir das Problem mit den Fackeln in Fussballstadien nicht gelöst hätten. Solange wir nicht auch gleich auf alles den Euro-Bonus erhalten. Wir werden uns solange nicht zufrieden geben, bis wir uns auch nicht ständig für alles eingesetzt haben, was direkt vor unserer Nase steht.
Wir haben zwar Reisebüros, die nicht unseren Träumen entsprechen. Aber wir können verreisen wohin wir wollen. Wir haben das Geld dazu. Die Macht Dinge bewegen zu können ohne zu müssen. Ich habe mir tatsächlich länger Gedanken darüber gemacht, wie ich es für euch formulieren könnte, damit ich nicht wieder ein halbes Buch schreibe. Machen wir’s so, ich sag euch einfach mal direkt, was Sache ist:
Ich bin gerade sehr glücklich. Und je bewusster ich mir Gedanken darüber mache, merke ich erst richtig, was das heisst. Ich bin da angekommen, wo ich immer hinwollte, um mich selbst zu sein werden können. Ich bin im wohl besten Film in den ich je geraten konnte. Und was ihr hier lest, ist erst der Vorspann. Action.