Live changes. Again.
Nach 5 Jahren Selbständigkeit mit der Agentur frühjahr und 1 Jahr als Leiter Design Team bei MediaparX, verabschiede ich mich von der grünen Agentur in höchster Blüte und werde ab Anfang 2012 bei MySign meine ganze Energie und meine Fähigkeiten als Senior Art Director und Screendesigner unter Beweis stellen.
Ständig selbständig
Ich war 26 Jahre alt und entschied mich im Jahr 2005 selbständig eine Grafik-Agentur unter dem Namen frühjahr zu führen. Zuerst alleine, dann zu zweit, zu dritt, zu viert, wieder zu dritt, Praktikanten, Schnupperstifte, Partnerschaften, spannende Aufträge, Spezialisierung auf Webdesign / UI-Design, Lehrling, 4 Mal Umzug – frühjahr blühte in alle Himmelsrichtungen und machte sich im Web bald mal einen Namen. Es war eine schöne Zeit, aber auch eine anstrengende.
Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine augenrollende Frau
Ohne sie wäre frühjahr nie das geworden, was diese grüne Agentur bis heute ausmachte: die lebensfrohe Kommunikationsweise der Firma gegen aussen, die sichere Hand um einem stilechten Brand und der herzhafte Sonnenschein, der bereits heute Kultstatus hat: Barbara Hess. Meiner ehemaligen Partnerin und Geschäftspartnerin habe ich in etwa soviel zu verdanken, wie es oben auf dieser Wiese Gänseblümchenblätter abzuzupfen gäbe. Dank Ihr konnte ich mich selbständig machen, dank ihr konnte ich und frühjahr zu dem werden, was heute ist.
Jede Band kann nur einen Leadsänger haben und so war es nicht immer einfach für uns beide, den richtigen ins Rampenlicht zu stellen. Doch wir können beide sehr stolz darauf sein, unabhängig eine coole Agentur geschaffen zu haben, die schweizweit bekannt ist. Danke Barbara.
Mix
Dieses Jahr versuchte ich mich in der Konstellantion als “Geschäftsführer” von frühjahr und Angestellter bei MediaparX als Leiter des Designteams. Nebst vielen spannenden Erfahrungen in diesem nun grösseren Team wurde mir eines bewusst: wenn man mit dem Herzen bei der Sache sein will, kann man nur bei einer Sache sein.
MySign
So entschied ich mich für die Ein-Herz-Strategie und verabschiede mich von den administrativen Aufgaben, welche eine Geschäftsführung mit sich bringt und widme mich vollends dem, was ich am besten kann: Teamleiten, Pixeln und Projektmanagement. Ich freue mich auf eine leidenschaftliche Zeit im Zentrum der Schweiz bei MySign.
Danke Community
Und ich danke allen Lesern, welche da draussen frühjahr in den letzten Jahren gehypt haben. Sei es durch zig Tweets wie “hey, diese grünen Turnschuhe würden doch zum frühjahr-Team passen”, kleinen bis grösseren Aufträgen, Austausch und wertvollem Feedback sowie den Besuchen an unseren Anlässen wie Glühweintrinken oder Frühlingsbeginn-Festen. Es war eine coole Zeit, danke.
Digital Hub 2012. So, ich brauche eure Hilfe. Grundsätzlich bin ich wunschlos glücklich, ich wohne in der Schweiz, kann mir Gipfeli kaufen wann ich gerade Lust habe und sowieso - ich bin privilegiert bis a Bach abe.
Trotzdem wurmt mich etwas: ich besitze einige digitale Geräte, doch die reden noch nicht so richtig miteinander. Oben auf dem Bild habe ich euch mal eine Zusammenstellung gemacht, über welche Geräte ich so in etwa verfüge (es fehlen noch etwa 100, doch hatte kein Platz mehr).
Nun, ich bin ja wohl nicht der Erste, der zig Gigabites Fotos, Musik und Videos zuhause gut gespeichert und überall griffbereit haben möchte. Darum dachte ich, ey, frag mal deine Leser, die sind total viel jünger als du und haben auch schon viel mehr Geld für Gadgets ausgegeben. Keine Ahnung ob meine innere Stimme recht hat, auf jeden Fall schildere ich euch jetzt mal, wie ich mir ein cleveres privates HUB-Dings so vorstelle:
Ehm, ja. Keine Ahnung was ihr noch wissen möchtet. Ja, ich hab ne Cube Station von Synology. Die macht einen Saulärm und ist nicht wirklich schnell. Halt auch schon ein paar Jährchen alt.
Ich startete mal einen Versuch, alle Librarys von iPhoto, Aperture und Co auf der CubeStation abzulegen und auf dem MacBook Air darauf zu referenzieren. Via WiFi. Ich schlief bei der Bedienung jeweils ein. Fazit: unbrauchbar. Aber vielleicht habe ich das auch alles komplett nicht im Griff.
Wie sehen eure Setups so aus? Wie kann ich meine Geräte clever verbinden? Fuuuck!
Die Ferien sind vorbei, wir waren in Thailand. Also lediglich in zwei kleinen Bruchteilen davon. Doch es wäre äusserst elegisch, ein Land nicht bereisen zu wollen, aus Angst es nicht richtig kennenlernen zu können. Das war nicht das Ziel, sondern Urlaub mit einer Prise Mehr als nur Meer.
Nur schon Bangkok alleine wiegt mit 11 Millionen Einwohner mehr als die ganze Schweiz. Während der Fahrt über die Autobahn vom Flughafen in die Innenstadt meinte der übermütige Guide, die unklare Sicht sei nicht etwa smogbedingt, sondern nur Morgendunst. Klar. Eine logische Aussage in einem Land, welches als Hauptwirtschaftszweig vom Tourismus lebt.
Bangkok ist eigentlich hässlich, Elektroleitungen hängen wie fossile Spinnennetze entlang der Strassen, welche mit bunten Taxis und Scootern überfüllt sind, gesäumt von zig garageartigen Läden, welche Dinge verkaufen, deren Nutzen für uns Europäer nicht immer auf Anhieb klar war. Zwischen den Artikeln vor den Läden und den Garküchen und Snacksständen bleibt ein schmaler Weg auf dem Trottoir. Überall riecht es nach Abgasen, leckerem und manchmal auch stinkigem Gekochten und Gebratenem.
Essen ist grundsätzlich immer und überall vorhanden. Seien es «100jährige Eier» (etwa 8 Stunden bei 100 °C gekochte Eier, nachempfunden nach einem ausgegrabenen Schatzfundes eines königlichen Eiervorrats), Satay-Spiesschen, Wachteleier, Ameisen, Seetiere aller Art – offenbar wird alles auch einfach mal fritiert, was man so essen kann.
Nebst der tropischen Landschaft und (ich nenne sie so) Garagenarchitektur der Häuser (vor allem in ländlichen Gegegenden), welche als Friseursalon, Wohnzimmer, Wettbüro, Korbladen, Gemüsehandel oder Supermarkt dienen, bestimmen zwei weitere besondere Tatsachen das Gesicht Thailands: die Monarchie und der Buddhismus. So findet man überall lustige Fotos vom aktuellen König, gerahmt in kitschiges Gold und immer und überall wieder Buddha-Tempel und -Klöster.
Aber was erzähle ich euch da. Wir shoppten, badeten, genossen die besten zubereiteten Fische welche wir je gegessen haben, sahen Varane, Geckos, Wasserbüffel, Elefanten und ach, all die Viecher, welche man im Basler Zoo nicht gratis sehen kann in freier Natur. Und im Meer wurden wir am letzten Tag von Minigarnelen angegriffen! Zudem gabs da auch eine Grillenart, welche es fertigbringt, als Einzeltier den Lärm 50 defekter Klimaanlagen zu erzeugen. Verrückt.
Ach, ich könnte euch noch viel erzählen. Es war lustig, warm, feucht, erholsam –schön, sehr sogar. Und natürlich zu kurz. In etwa so, wie dieser Post wieder mal zu lange wurde. Aber was will man sonst auf 30’000 Metern höhe während 11 Stunden machen?
Dings, wer durchgehalten hat, kann sich drüben bei Flickr noch mehr Fotos anschauen.